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Unsere Tee-Schule nennt sich nach ihrem Gründer Katagiri Sekishu (1605-1673) Sekishu Ryu. Er war der Fürst von Iwami und Yamato-Koizumi, dem heutigen Nara. Sein Teeweg spiegelt den Einfluß des Zen-Buddhismus und der Umgangsformen, Regeln und Gepflogenheiten des japanischen Adels jener Zeit wider. Bereits im Kindesalter lernt er "Tee" unter Kuwayama Sakon (1563-1632). Später studiert er Zen unter Gyokushitsu Sohaku und Gyokusho Soban, Zen-Meister im Daitokuji.

Einige Daten: 1633 kommt Sekishu nach Kyoto, dort baut er den Chion-in (-tempel), der durch Erdbeben und Feuer zerstört worden war, wieder auf. Er verkehrt mit den wichtigsten Teemeistern seiner Zeit. 1638 baut er im Daitokuji einen Untertempel, den Korin-an, mit einem Teeraum, der bereits seinen Stil erkennen läßt. 1647 wird Sekishu Teelehrer der Shogunfamilie.

1661 schreibt er den berühmten Aufsatz "wabi no fumi" (Schrift über das Prinzip Wabi), worin er nachdrücklich erklärt, daß der innerste Sinn des Teeweges in einer "Sphäre des wabi" besteht.

1663 baut er in Koizumi einen Zweigtempel des Daitokuji, den Jiko-in, und beruft seinen Lehrer Gyokusho Soban als Gründerabt. Der Shoin-Teeraum und der Garten des Jiko-in drücken den Teestil des späten Sekishu aus. 1668 wird das Teehaus des Jiko-in vergrößert. Am 12. November 1673 stirbt Sekishu. Sein Grab befindet sich im Daitokuji.

Die Sekishu-ryu für Tee- und Blumenweg wird heute von Großmeister Iemoto Katagiri Tadamitsu geleitet. Er ist Nachkomme des Gründers in der 16. Generation. Mit seiner Erlaubnis widmet sich die Tee- und Blumenmeisterin Toshiko Miyazaki (Shokinan Rifusai Shunho) der Weitergabe von Chado und Kado in Deutschland.

Einzelunterricht für Anfänger und/oder Geübte findet nach Vereinbarung statt. Ausbildung bis zu Meistergraden ist möglich.